Narkoseüberwachung
Wie funktioniert die Narkose bei Tieren?
Wie auch in der Humanmedizin, gib es in der Tiermedizin verschiedene Formen der Anästhesie. Neben einer Injektionsnarkose, wie sie für kurze Eingriffe (wie zB Kastration eines Katers) verwendet werden, haben wir bei uns in der Praxis ebenfalls die Möglichkeit nach einer einleitenden Narkose den Patienten zu Intubieren und die Narkose über ein Narkosegas fortzuführen. Hierbei werden Sauerstoffsättigung, sowie der CO2-Partialdruck gemessen, so kann die Tiernarkose gezielter gesteuert und überwacht werden. Da jede Narkose den Organismus belastet, bleibt natürlich bei jeder Narkose ein gewisses Rest-Risiko bestehen, jedoch können weitere Parameter die während der Überwachung gemessen werden, das Narkose-Risiko zusätzlich senken. Während der Patient in Narkose liegt werden Blutdruck, Herzfrequenz und Rhythmus, sowie Temperatur und Puls durchgehend kontrolliert.
Gegen welche Erkrankungen muss ich meinen Hund impfen lassen?
Für Hunde ist der Schutz vor folgenden Erkrankungen wichtig:
- Parvovirose (eine Durchfallerkrankung)
- Tollwut
- Leptospirose
- Staupe
- infektiöse Leberentzündung (Hepatitis contagiosa canis)
Hunde, die viel und engen Kontakt mit anderen Hunden haben, können auch gegen verschiedene Erreger des Zwingerhusten-Komplexes geimpft werden.
Da die Impfungen bei Welpen öfter und bei erwachsenen Hunden im 1-3 Jahres-Rhythmus wiederholt werden müssen, bietet sich folgendes Schema an:
Welpen sollten mit 8, 12 und 16 Wochen jeweils einmal geimpft werden. Danach wieder mit einem halben Jahr und 15 Monaten. Anschließend bekommt Ihr Hund jährlich abwechselnd einmal eine „große“ und einmal eine „kleine“ Impfung. Sprechen Sie uns gerne an, unser Welpen-Checkheft hilft Ihnen, alle Termine und die Entwicklung Ihres Welpen im Überblick zu behalten.
Gegen welche Erkrankungen muss ich meine Katze impfen lassen?
Bei Wohnungskatzen:
- Katzenschnupfen
- Katzenseuche
Bei Freigängern oder Aufenthalt in einer Tierpension außerdem:
- Tollwut (bei Freigängern)
- Katzenleukämie
- infektiöse Bauchfellentzündung (FIP)
Und gegen was muss ich mein Kaninchen impfen lassen?
- Myxomatose
- RHD 1 & 2 (Chinaseuche)
RHD steht für Rabbit Haemorrhagic Disease (Chinaseuche). Die Erkrankung wird durch ein Virus verursacht. Jahrelang trat in Deutschland nur die Virusvariante RHD 1 auf, seit 2014 breitet sich nun auch die RHD 2 Variante aus. Die Erkrankung wird u.a. durch Zecken, Mücken, kontaminiertes Grünfutter oder durch direkten Kontakt übertragen. Nach einer Infektion kommt es meist innerhalb von 1-3 Tagen zum Tod.
Die bisherigen Impfstoffe decken nur die RHD 1 Variante des Virus ab, deswegen ist es notwendig Kaninchen noch mit einem speziellen RHD 2 Impfstoff zu schützen. Dieser neue Impfstoff liegt uns jetzt vor. Er muss in einem Abstand von mindestens 14 Tagen zu anderen Impfstoffen eingesetzt werden und alle 6 Monate aufgefrischt werden.





