Minimalinvasive Kastration
Was bedeutet Kastration?
Unter einer Kastration versteht man die Entfernung der Keimdrüsen. Bei der Hündin handelt es sich dabei also um die Entfernung der Eierstöcke.
In unserer Praxis wird sowohl die herkömmliche (offene, mit mehr oder weniger großem Bauchschnitt) Variante, als auch die endoskopische/laparoskopische (minimalinvasive) Methode durchgeführt. Da die minimalinvasive Methode aber nur mittels speziellen Geräten durchführbar ist, können wir sie zur Zeit nur in unserer Praxis in Nunkirchen durchführen.
Was bedeutet endoskopische/laparoskopische Kastration?
Die minimalinvasive Chirurgie erfährt immer mehr Bedeutung in der Tiermedizin. In unserer Praxis bieten wir die 2-Port-Technik an. Das bedeutet, dass es zwei Zugänge zur Bauchhöhle gibt, welche ca. 1 cm groß sind. Die Operation wird kameragestützt mit Hilfe von Spezialwerkzeugen durchgeführt. Die Gefäße werden elektrochirurgisch verschweißt und die Eierstöcke durch die kleinen Zugänge entfernt.
Vorteile der endoskopischen Kastration
- Schnellerer Heilungsprozess aufgrund der kleineren Wunden
- Während der Operation weniger Schmerz, da kein starker Zug auf die Eierstöcke ausgeübt wird
- Auch nach der OP geringere Schmerzhaftigkeit und geringeres Infektionsrisiko durch kleineren Zugang zur Bauchhöhle
- Die Hündinnen dürfen sich nach der Operation schneller wieder mehr bewegen
Was kostet eine endoskopische Kastration?
Ein Nachteil der endoskopischen Kastration ist der höhere Preis im Gegensatz zu der herkömmlichen Variante. Die höheren Kosten entstehen aufgrund der Anschaffungskosten der medizinischen Geräte und der speziellen Ausbildung der Chirurgin / des Chirurgen.
Die deutlichen Vorteile dieser Methode übertreffen die einmalige höhere Investition. Für weitere Informationen sprechen Sie uns gerne an!
Und gegen was muss ich mein Kaninchen impfen lassen?
- Myxomatose
- RHD 1 & 2 (Chinaseuche)
RHD steht für Rabbit Haemorrhagic Disease (Chinaseuche). Die Erkrankung wird durch ein Virus verursacht. Jahrelang trat in Deutschland nur die Virusvariante RHD 1 auf, seit 2014 breitet sich nun auch die RHD 2 Variante aus. Die Erkrankung wird u.a. durch Zecken, Mücken, kontaminiertes Grünfutter oder durch direkten Kontakt übertragen. Nach einer Infektion kommt es meist innerhalb von 1-3 Tagen zum Tod.
Die bisherigen Impfstoffe decken nur die RHD 1 Variante des Virus ab, deswegen ist es notwendig Kaninchen noch mit einem speziellen RHD 2 Impfstoff zu schützen. Dieser neue Impfstoff liegt uns jetzt vor. Er muss in einem Abstand von mindestens 14 Tagen zu anderen Impfstoffen eingesetzt werden und alle 6 Monate aufgefrischt werden.





